Kieferorthopädie-Behandlung in Kombination mit Kieferchirurgie

Bei ausgeprägten Kieferfehlstellungen bei Erwachsenen wird die Kieferorthopädie mit der Kieferchirurgie kombiniert. Liegt beispielsweise kein Mundschluss bei offenem Biss oder ein extremer Rückbiss des Unterkiefers vor, behandeln Kieferorthopäde und Chirurg den Patienten fachübergreifend zusammen.

In der Münchner Praxis Dr. Dipsche und Kollegen sind wir auf die Vor- und Nachbehandlung des chirurgischen Eingriffs spezialisiert. Von der Behandlungsplanung, über die Simulation des Behandlungsergebnisses, einer umfassenden Patientenberatung mit Aufklärung sowie einer nahtlosen optimalen Zusammenarbeit mit dem Mund-Kiefer-Gesichtschirurgen steht unser Team dem Patienten in allen Behandlungsstufen kompetent zur Seite.

Information zu Dysgnathien, die eine Zusammenarbeit zwischen Kieferorthopäde und Kieferchirurg erfordern

Angeborene oder auch im Verlauf des Wachstums erworbene Fehlbildungen und Fehlstellungen im Gesichtsskelett (Zähne, Kiefer und/ oder Kausystem) zählen zum Formenkreis der Dysgnathien.

Die Missverhältnisse, von Größe resp. Lage des Unterkiefers (Mandibula) zum Oberkiefer (Maxilla) oder auch zum gesamten Mittelgesicht, können alle drei Raumebenen des Gesichtsschädels (transversal, vertikal, sagittal) betreffen und sowohl nur einen Kieferbereich (unignath) oder beide Kieferbereiche (bignath) einbeziehen.

Beispiele

Kreuzbiss oder Nonokklusion: Ein umgekehrter oder fehlender Zusammenbiss von Zähnen im Seitenzahnbereich als Zeichen für einen zu schmalen, verkleinerten Oberkiefer in Relation zum Unterkiefer Skelettale transversale Diskrepanz - die Einziehung neben den Nasenflügeln fällt auf

Gesichtsschiefe: Als Zeichen für die unterschiedliche Größe und Höhe der rechten zur linken Unterkiefer - resp. auch Oberkieferseite Skelettale Asymmetrie, Laterognathie - die Verlagerung des Kinnbereiches und eine schräge Lippenspalte sind auffällig

Vorbiss: Positive vergrößerte Frontzahnstufe (umgekehrter Überbiss, frontaler Kreuzbiss oder Kopfbiss), kann für einen überentwickelten Unterkiefer und/oder für einen unterentwickelten Oberkiefer charakteristisch sein Skelettale Klasse III, mandibuläre Prognathie, maxilläre Retrognathie - hier fällt eine negative Lippentreppe auf

Rückbiss: Negative vergrößerter Fontzahnstufe kann auf einen zu kleinen Unterkiefer und/oder einen zu großen Oberkiefer hinweisen Skelettale Klasse II, mandibuläre Retrognathie, maxilläre Prognathie - hier fällt eine positive Lippentreppe auf

Offener Biss: Fehlender Kontakt der oberen zu den unteren Zähnen, der ursächlich durch eine divergierende Neigung der Kiefer (Unterkiefer nach posterior, Oberkiefer nach anterior) bedingt sein kann Skelettal offener Biss, Apertognathie - überhöhte untere Gesichtshöhe

Tiefbiss: Ausgeprägtes Übereinandergreifen der oberen über den unteren Zähnen, der ursächlich durch eine konvergierende Neigung der Kiefer (Unterkiefer nach anterior, Oberkiefer nach posterior) bedingt sein kann Skelettal tiefer Biss, Klausognathie - verkleinerte untere Gesichtshöhe

Derartige „Fehlbisse", bedingt durch skelettale Unstimmigkeiten, werden chirurgisch durch eine korrigierende Positionierung im Kieferbereich behandelt. Dabei ist eine interdisziplinäre Zusammenarbeit zwischen der Kieferorthopädie und der Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie notwendig. Allgemeinzahnärztliche Vor- und Nachbehandlungen ebenso wie ärztliche Begleitung sind obligat. Gemeinsam werden ein korrekter Zusammenbiss von oberer zur unteren Zahnreihe eingestellt und somit die erforderliche individuell optimale Kaufunktion sowie Ästhetik verbessert.

Sie haben Fragen? Gerne beraten Sie unsere Kieferorthopäden in München Neuhausen-Nymphenburg ausführlich!